Reizkurs B

Sie haben den Kurs Minibridge und den Reizkurs A bereits hinter sich? Sie glauben, Sie könnten jetzt nicht nur spielen, sondern bereits auch reizen? Auch das stimmt! Aber nur teilweise. Dieses Spiel – und das haben Sie doch längst erfasst – ist so komplex, dass Sie es nie wirklich lernen werden. Das sage ich nicht, um Sie zu frustrieren. Auch die amtierenden oder die vielen ehemaligen Weltmeister haben an den Tagen ihrer Triumphe nur weniger Fehler gemacht als ihre Gegner. An diesem Tag, gegen diese Gegner, mit diesen Karten!

Bleiben Sie am Ball! Lernen Sie weiter! Es gibt ein unerschöpfliches Potential an Unterrichtsstoff. Ich will Sie damit gar nicht lebenslänglich als SchülerIn an mich binden – sondern Ihnen lieber Lust machen auf die unendliche Vielfalt dieses Spiels. Irgendwann brauchen Sie gar keinen Lehrer mehr, dann beschäftigen Sie sich selbst mit Software oder Büchern; dann können Sie auch bereits deren sehr unterschiedliche Qualitäten beurteilen. Irgendwann wissen Sie auch, wem Sie am Tisch zuhören sollten und wem besser nicht. Aber soweit sind wir noch nicht.

Sie kennen jetzt bereits Grundzüge der Reizung, wissen bereits, wie genau ein Blatt mit einem oder zwei Geboten beschrieben werden kann. Sie wissen bereits, dass Sie als Teil einer Partnerschaft Verantwortung für das gemeinsame Ziel tragen. Wenn Sie lügen wird Ihr Partner Ihnen nicht mehr glauben resp. vertrauen. Wenn Sie sich an die vorgegebenen Regeln halten, werden Sie hingegen fast immer den richtigen Kontrakt erwischen. Mit den mittlerweile vertieften Spieltechniken sind Sie in der Lage, den Kontrakt zu erfüllen. Auch ein Groß- oder Kleinschlemm kann Sie nicht mehr erschrecken.

Dann können wir ja jetzt in neue Welten aufbrechen. Im Reizkurs B werden Sie lernen, wie man den Gegner durch ein eigenes Gebot aus der Reizung sperren kann, wie man gegenreizt und was sich danach alles für den Partner und Gegner ändert. Wie man ein Kontra zur Information abgibt und warum man eine Farbe bietet, aber eine ganz andere meint. Wie Sie ihren Partner forcieren und wie Sie möglichst zielsicher einen Schlemm reizen. Doch mehr dazu im Einzelnen:

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Aktuelle Kurstermine im Überblick:

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1. Die Eröffnungen auf der Zweierstufe

Wissen Sie noch wie die Eröffnungen auf der Zweierstufe funktionieren, hier lernen Sie nun, wie Sie darauf antworten. Was ist forcing, was Abschluss? Woher sollen Sie wissen, ob Ihr Partner noch Interesse an mehr hat? Warum ist das niedrigere Gebot auf einmal höher zu bewerten? Muss ich immer das Gleiche antworten oder habe ich Alternativen?

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2. Die Sperreröffnungen

Sie dürfen nur mit 12 FLP eröffnen? Weit gefehlt – schon mit wesentlich weniger. Dafür aber dann auf höherer Stufe? Das verwirrt Sie? Nicht nur Sie – sondern hoffentlich auch den Gegner, denn einzig und allein dazu ist es da. Sie wollen den Gegner stören, ihm Bietraum stehlen. Es kann Ihnen aber auch passieren, dass Sie Ihrem Partner Bietraum wegnehmen, deswegen müssen Sie bestimmte Bedingungen erfüllen.

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3. Die zweite Ansage des Antwortenden

Es sind bereits drei Gebote abgegeben, wie geht es nun weiter? Die ersten Informationen über Stärke und Verteilung sind ausgetauscht, wissen Sie bereits alles, um den Endkontrakt festzulegen? Wenn nicht, erfragen Sie die noch fehlenden Informationen beim Partner. Ist Ihr Gebot nun Abschluss, einladend oder forcierend?

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4. Die Grundsätze der Gegenreizung

Bislang waren Sie in der Gegenreizung still – das ändert sich. Natürlich haben Sie auch etwas zu sagen, aber wie viele Punkte benötigen Sie, wie viele Karten zeigen Sie mit dem Gebot? Sie haben in der Gegenreizung zusätzliche Gebote zur Verfügung – welche? Und was bedeuten diese? Können Sie die gleiche Farbe bieten, wie ihr Gegner? Wollen Sie diese dann tatsächlich auch spielen?

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5. Antworten auf Farbgegenreizung

Wenn Ihr Partner gegenreizt, kann das eine Farbe, Kontra oder gar ein Überruf gewesen sein, was sollten Sie jetzt tun? Wie viele Punkte benötigen Sie, wann dürfen Sie heben, die Farbe wechseln, wann NT bieten? Welche Gebote sind forcierend, wann ist es ein Abschluss? Haben Sie schon alle Informationen? Wollen Sie etwa opfern, damit der Gegner seinen Kontrakt nicht einfach so spielen kann?

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6. Antworten auf das Informationskontra

Was machen Sie, wenn Ihr Partner ein Kontra abgegeben hat und das nicht mal als Strafkontra meint? Wann ist das so, wie reagieren Sie? Darf ich mit so wenigen Punkten reizen oder muss ich sogar? Was zeigt es, wenn ich jetzt Gegners Farbe reize, was bedeutet NT? Wie stark muss ich sein, was kann, was darf, was muss ich tun?

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7. Antworten nach Gegenreizung auf Partners Eröffnung

Ihr Partner hat eröffnet, der rechte Gegner hat gegengereizt, jetzt ändert sich fast alles. Sie haben weitere Gebote zur Verfügung, aber der Gegner hat Ihnen auch Bietraum gestohlen. Wie reagieren Sie, was ist jetzt forcing, was kann Ihr Partner passen, wann muss er weiterreizen? Wie zeigen Sie vier oder fünf  Pik-Karten, ist das ein Unterschied?

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8. Transfergebote für die Oberfarben nach der 1 SA-Eröffnung

Nach der NT- Eröffnung ist es immer besser, dass die starke Hand spielt und verdeckt bleibt. Aber wenn Sie die lange Oberfarbe haben, müssen Sie die doch reizen, also spielen immer Sie. Weit gefehlt, Sie lernen Ihre Farbe zu transferieren, so dass Ihr Gegenüber zuerst diese Farbe bietet und demzufolge auch spielt. Sie müssen nur noch entscheiden auf welcher Stufe.

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9. Die Versuchsgebote (Trial bids)

Sie möchten das Vollspiel spielen – sind sich aber noch nicht ganz sicher. Sie könnten Ihren Partner fragen, ob er Minimum oder Maximum ist – das reicht aber nicht. Hat er Minimum, aber die richtigen Karten/Punkte, wird Ihr Vollspiel immer erfüllt. Hat er umgekehrt die falschen Punkte, wird Ihnen selbst das Maximum nicht viel nutzen. Fragen Sie ihn doch einfach, ob die Punkte in Ihr Blatt passen.

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10. Die Schlemmreizung

Sie wollen nicht nur das Vollspiel, sondern einen Schlemm spielen. Ob groß oder klein – das entscheidende wird sein, dass Sie genügend Punkte an Board haben, dass Sie alle Farben ausreichend kontrollieren und dass nicht zwei Asse fehlen (im Großschlemm reicht schon eines). Fragen Sie Ihren Partner doch einfach nach den Kontrollen in den Farben, fragen Sie ihn nach den Assen und finden Sie gleich noch raus, ob er den Trumpfkönig besitzt.

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